Der in der Gegenwart am häufigsten eingesetzte – und wohl auch effektivste – Schutz von Pflastersteinen gegen Umwelteinflüsse bildet die Versiegelung oder auch Imprägnierung. Sie schützt alle porösen Oberflächen wie zum Beispiel Pflastersteine, Kalksandstein, Betonflächen, Granit, Naturstein, Ton, Terrakotta und viele mehr.
Mit einer transparenten Versiegelung wird die poröse Oberfläche der Pflastersteine unsichtbar und farbneutral geschützt. Die verschiedenen Verfahren sind in jedem Falle preisgünstiger und weniger aufwändig als ein kompletter Austausch der kompletten Pflasterfläche .
Die nach heutigem Stand der Wissenschaft modernsten Versiegelungen werden auf Grundlage der Nanotechnologie hergestellt. Als Vorbild für diese technologische Errungenschaft diente die Natur, hier insbesondere die Lotusblüte, auf deren Oberfläche Schmutz und Wasser keinen Halt finden – alles perlt bedingt durch eine ganz spezielle Oberflächenstruktur ab. Diese Struktur wurde mithilfe der Nanotechnologie nachempfunden und hat sich einen festen Platz in der Versiegelung erobert (Perleffekt).
Da aber die Nanotechnologie in Bezug auf ihre Umweltverträglichkeit nicht ganz unumstritten ist, behaupten sich auch tief in das Pflastermaterial eindringende Imprägnierungen auf traditioneller oder ökologischer Grundlage weiterhin erfolgreich am Markt.
Versiegelungen und Imprägnierungen wirken öl-, fett, schmutz- und wasserabweisend, behindern Algenwuchs und schützen vor dem Ausbleichen durch Sonnenlicht .
Vor Durchführung einer Versiegelung oder Imprägnierung müssen sämtliche Oberflächen gründlich gereinigt werden, um Bewuchs und Verunreinigungen, die ansonsten eine effektive Behandlung behindern würden, zu entfernen. Beschädigte Steine sollten bei dieser Gelegenheit ausgetauscht werden.
Eine neu aufgetragene Versiegelungsschicht schützt die Pflasterung mehrere Jahre, wobei – unter Voraussetzung einer fachgerechten Anwendung – seitens der Hersteller teilweise Garantien von etwa 5 Jahren gegeben werden.