Die grundsätzliche Aufgabe eines Gleichstrommotors ist schnell definiert: Er soll möglichst effektiv, das heißt mit wenig Verlustleistung, elektrische Energie in kinetische Energie umwandeln. Was auf den ersten Blick nicht schwer erscheint bereitet in der Praxis jedoch einige Schwierigkeiten. Bei den heutigen Gleichstrommotoren der neuesten Generation erreicht man einen Wirkungsgrad von fast 75 %, in Zukunft sind allerdings keine großen Steigerungen des Wirkungsgrades zu erwarten, da man mit der Entdeckung des Drehstrommotors ein deutlich effektiveres Produkt gefunden hat. Trotzdem hat der Gleichstrommotor einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Drehstrommotor: Für seine Steuerung ist keine aufwändige elektrische Schaltung notwendig, sondern er kann ohne externe Bauteile an jeder Gleichstromquelle betrieben werden.
Der Gleichstrommotor besteht im einfachsten Fall aus lediglich zwei Bausteinen: Einem unbeweglichen Stator und dem beweglichen Rotor oder auch Anker. Der Rotor ist meistens innerhalb des Stators montiert und läuft in seinem Magnetfeld, man spricht in einem solchen Fall auch von einem Innenläufermotor. Seltener und auch technisch aufwändiger ist das entsprechende Gegenstück, der Außenläufermotor: Hierbei ist der Stator in der Mitte angeordnet und der Rotor dreht sich um ihn herum.
Zum Erzeugen des für die Drehbewegung notwendigen wechselnden Stromes benutzt man einen sogenannten Kommutator. Dieser besteht aus zwei unterschiedlich gepolten Lamellen und einem Schleifkontakt mit einer oder mehreren Bürsten.
Für die elektrische Versorgung des Motors haben sich zwei unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten gefunden: Zum Einen der Hauptschlussmotor, wobei Statorwicklung und Rotorwicklung in Reihe geschaltet sind und zum Anderen der Nebenschlussmotor, bei dem Statorwicklung und Rotorwicklung parallel geschaltet werden.