Nystagmusformanalyse mit Hilfe der Frenzelbrille

Die Nystagmus oder Frenzelbrille ist ein Untersuchungsgerät in der Augenheilkunde. Sie dient der Feststellung unwillkürlicher Augenbewegungen bzw. Augenzittern das auch als Nystagmus bezeichnet wird. Professor Frenzel und Dr. Blessing entwickelten diese Untersuchungsbrille, die es in unterschiedlichen Modellen gibt.

Im Wesentlichen besteht sie aus stark brechenden Gläsern, die die Augen des Patienten vergrößern. Da das scharfe Sehen und die Fixierung von Gegenständen für den Patienten beim Tragen der Brille unterbrochen ist, kann der Arzt präzise die Augenbewegungen beobachten. Die Brille ist von innen beleuchtet, die Untersuchung selbst findet im abgedunkelten Zimmer statt.

Es gibt zahlreiche Formen des Nystagmus, wobei nur die pathologischen Formen für die Medizin von Interesse sind. Diese kommen bei den verschiedensten Erkrankungen vor, im Bereich der Neurologie, Erkrankungen des Vestibularorganes, bei Albinismus, Fehlfunktionen zwischen Gleichgewichtssinn und Sehen oder auch bei der Einnahme von Drogen, um nur einige zu nennen.Mit der Frenzelbrille gelingt allerdings nur die Analyse des Nystagmus nach der Auslösbarkeit. Es wird der spontane Nystagmus und der Nystagmus nach Provokation durch den sogenannten Kopfschütteltest (Headshakingtest) beurteilt. Man kann auch durch die Veränderung des Ohrinnendruckes feststellen, ob eine Perilymphfistel vorhanden ist.

Für die anderen Formen des Nystagmus existieren weitere Untersuchungsverfahren wie die ENG, die elektronische Aufzeichnung der Augenbewegungen, VNG, die Registrierung der Augenbewegungen mit der Videokamera, IROG, Infrarotokulographie oder die kalorische Reizung mittels kaltem oder warmen Wassers. Der Letzt genannte Test ist ein Routinetest beim HNO Arzt.