Baufinanzierung – (k)ein Buch mit sieben Siegeln

Wer sich mit dem Bau eines Hauses beschäftigt, der muss sich in der Regel auch Gedanken über die entsprechende Finanzierung seiner Pläne machen. In den meisten Fälle hat man das notwendige Geld für die Realisierung seiner Bauträume nicht auf der hohen Kante oder im Sparstrumpf und so wendet man sich an Banken oder andere Finanzierungsunternehmen, um einen Kredit aufzunehmen.

Um sich mit dem Thema Baufinanzierung konkreter beschäftigen zu können, sollte man sich zunächst ein genaues Bild der persönlichen Lage verschaffen. Welcher Betrag muss überhaupt finanziert werden, wie wird sich das Einkommen entwickeln und welchen finanziellen Spielraum hat man zur monatlichen Rückzahlung der Kredite in Form von Zinsen und Darlehen. Bevor man in das erste Bankengespräch zur Baufinanzierung startet, sollte man sich im Internet oder in Büchern ein Grundverständnis der wichtigsten Kreditformen aneignen und sich erarbeiten, welche Parameter bei der Bewertung eines Baukredits überhaupt wichtig sind.

Die häufigste Form der Baufinanzierung ist das sogenannte Annuitätendarlehen. Dabei wird zwischen der Bank und dem Kreditnehmer eine Kreditsumme, die Laufzeit und der Zinssatz vereinbart. Der Schuldner entscheidet dann, welchen Betrag er monatlich zur Rückzahlung des Darlehens aufwenden kann. Dieser Betrag, die Annuität, bleibt in der Regel über die gesamte Laufzeit der Vereinbarung gleich. Allerdings verändern sich die Zins- und Tilgungsanteile ganz entscheidend. Mit fortschreitender Zeit wird der Zinsanteil immer kleiner, die Tilgung immer umfangreicher. Über die Vereinbarung einer Sondertilgung kann man erreichen, dass der verbleibende Kreditbetrag schneller sinkt, was zu einer weiteren Senkung des Zinsanteils führt.