Es ist einfach wie in jeder anderen Ballsportart auch: Es kann nicht immer alles zu 100 Prozent funktionieren, es gibt Fehler und Unachtsamkeiten. Beim Fußball sind es die “Querschläger”, die Tennisspieler fürchten den “Kantenschlag” und beim Basketballer hat ein Spieler, der einen “Airball” produziert, länger darunter zu leiden. All diese kleinen Missgeschicke passieren, wenn der Ball nicht genau genug getroffen, geschossen oder geworfen wird. Beim Golfsport spricht man von einem schlecht geschlagenen Ball, der in einem der Wasseranlagen auf den Plätzen landet von den so genannten “Lakeballs“. (engl. lake= See, Gewässer)
Vor allem die Golfprofis haben große Angst davor, einen solchen Lakeball zu fabrizieren, da der im Wasser gelandete Ball nicht weiter spielbar ist und somit aufgegeben werden muss. Alle anderen Hindernisse, wie hohes Gras oder Sandbunker verunsichern die Profis weit weniger, da sie von dort aus stets in der Lage sind mit Rettungsschlägen den Ball zumindest im Spiel zu behalten. Die künstlich angelegten Wasserhindernisse sind fast auf jedem Golfplatz zu finden, sie dienen oftmals auch als Bewässerung für die unter dem Rasen verlegten Rohrleitungen.
Die im Wasser verschwundenen Lakeballs sind jedoch keineswegs verloren. Sie werden entweder von Netzkonstruktionen aufgefangen und heraus geholt oder durch Tauchfirmen, die regelmäßig im Jahr auf den Golfanlagen vorbeikommen und die Lakeballs an die Oberfläche zurück bringen. Die gesammelten Lakeballs werden von Firmen aufwendig gereinigt und somit wieder spielbar gemacht und als gebrauchte Golfbälle wieder verkauft. Die gebrauchten Golfbälle sind in verschiedenen Qualitätsstufen fast überall zu erwerben und für das Golfspiel genauso brauchbar wie neuartige Bälle.